Große Solidarität für den Freibadfonds –Bürgerstiftung Paderborn stellt Initiative klar

Die von der Bürgerstiftung Paderborn initiierte Spendenaktion zugunsten des freien Freibadeintritts für Kinder unter 13 Jahren stößt in der Bevölkerung auf große Unterstützung. Bereits kurz nach Veröffentlichung des gemeinsamen Aufrufs mit der Paderbäder GmbH sind zahlreiche Spenden eingegangen.

Dabei reichen die Beiträge von kleineren Einzelspenden bis hin zu größeren Beträgen von 1.000 Euro. Für die Bürgerstiftung ist dies ein starkes Zeichen gesellschaftlichen Zusammenhalts und gelebter Solidarität in Paderborn.

„Es freut uns sehr zu sehen, dass viele Menschen bereit sind, Verantwortung für Kinder und Familien in unserer Stadt zu übernehmen“, erklärt der Vorsitzende der Bürgerstiftung Paderborn, Elmar Kloke. „Jeder Beitrag hilft dabei, Kindern weiterhin sichere und unbeschwerte Freizeitmöglichkeiten zu ermöglichen.“

In diesem Zusammenhang stellt die Bürgerstiftung zugleich klar, dass sie nicht als Sponsor auftritt. Die Bürgerstiftung Paderborn ist kein Unternehmen, das Sponsoring betreibt, sondern eine gemeinnützige Stiftung, die auf Grundlage ihrer Satzung entscheidet, welche Projekte sie fördert. Die Unterstützung von Sport, Jugendhilfe und gesellschaftlichem Zusammenhalt gehört seit Stiftungsgründung im Jahre 2003 zu den zentralen Aufgaben der Stiftung.

Die Stiftung hat die Stadtgesellschaft bewusst dazu aufgerufen, zweckgebunden für den Freibadfonds zu spenden. Die Bürgerstiftung kann entsprechende Spendenbescheinigungen ausstellen – ein wichtiger Aspekt für viele Unterstützerinnen und Unterstützer, sowie Unternehmen die mithelfen möchten. 

Auch die vereinzelt geäußerte Forderung, lediglich bedürftigen Kindern freien Eintritt zu ermöglichen, sieht die Bürgerstiftung kritisch. Bereits bei der
ursprünglichen Einführung des kostenfreien Freibadeintritts für Kinder unter
13 Jahren war zunächst vorgesehen, dass Kinder und Jugendliche ihre Bedürftigkeit nachweisen müssen. Dies führte jedoch zu Ausgrenzung und Stigmatisierung. Der damalige Sozialdezernent Wolfgang Walter setzte sich deshalb dafür ein, den freien Eintritt allen Kindern zu ermöglichen – unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien. Ziel war es ausdrücklich, Diskriminierung und soziale Ausgrenzung zu vermeiden.

„Wollen wir wirklich, dass Kinder an der Freibadkasse ihre Bedürftigkeit nachweisen müssen, während andere Kinder einfach hineingehen?“, fragt Elmar Kloke. „Das kann nicht das Ziel einer solidarischen und funktionierenden Stadtgesellschaft sein.“

Die Bürgerstiftung Paderborn wirbt daher weiterhin für eine gemeinschaftliche Lösung, die allen Kindern unter 13 Jahren unabhängig von ihrer sozialen oder finanziellen Situation den Zugang zu den Freibädern ermöglicht.

Spenden für den Freibadfonds sind weiterhin möglich und gewünscht. Jeder Beitrag hilft dabei, Kindern Bewegung, Gemeinschaft und sicheres Schwimmen zu ermöglichen.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen – für die Kinder unserer Stadt.

So können Sie spenden

Gemeinsam für unbeschwerten Badespaß: Elmar Kloke (links), Vorsitzender der Bürgerstiftung Paderborn, und Stefan Schumann, Geschäftsführer der PaderBäder, stellen den Spendenaufruf für den kostenfreien Ferien-Badeeintritt von Kindern unter 13 Jahren vor.

Hintergrund: Warum die Bürgerstiftung den Freibadfonds unterstützt

Die Bürgerstiftung Paderborn setzt sich für den freien Eintritt von Kindern unter 13 Jahren in die Freibäder ein, weil Schwimmen eine wichtige Fähigkeit für Sicherheit, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe ist.

Viele Kinder und Jugendliche haben heute leider immer weniger Möglichkeiten, unter Aufsicht schwimmen zu lernen und zu üben. Gleichzeitig schließen in zahlreichen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Schwimmbäder aus finanziellen Gründen dauerhaft ihre Türen.

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt auch ein Modellprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen: Mit sogenannten „Narwali“-Schwimmcontainern wurden fünf mobile Schwimmbecken entwickelt, die durch die Regierungsbezirke touren. Die umgebauten Seefrachtcontainer werden an Grundschulen und Kitas eingesetzt, um Kindern Wassergewöhnung und Schwimmunterricht zu ermöglichen. Zusätzlich finden in den Ferien kostenlose Schwimmkurse statt. Aktuell sind die Container weiterhin in verschiedenen Regionen NRWs im Einsatz, unter anderem in Dortmund und der Eifel. Auch der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V. hat einen eigenen Schwimmcontainer finanziert. Dieser soll insbesondere vor Kindertagesstätten eingesetzt werden, um bereits den jüngsten Kindern frühzeitig Wassergewöhnung und erste Schwimmfähigkeiten zu vermitteln.

Für die Bürgerstiftung Paderborn ist dies ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig niedrigschwellige Schwimmangebote für Kinder geworden sind.

Paderborn verfügt glücklicherweise weiterhin über Frei- und Hallenbäder. Umso wichtiger ist es aus Sicht der Stiftung, Kindern den Zugang zu diesen Angeboten nicht aus finanziellen Gründen zu erschweren.

Die Bürgerstiftung wirbt deshalb für eine solidarische Lösung, die allen Kindern unabhängig vom Einkommen ihrer Familien den Besuch der Freibäder ermöglicht – damit Schwimmenlernen, Bewegung und sichere Freizeitgestaltung für alle erreichbar bleiben.